HNT Einsiedeln

HNT ZSV-Meisterschaft - Okt. 2016

29/30 Oktober 2016 | auf den Einsiedler Schanzen

Bei herrlichstem Sonnenschein gingen am Wochenende die letzten beiden Wettkämpfe der diesjährigen HNT-Sommersaison und die ZSV-Meisterschaft über die Bühne. Für einmal konnten die Springer vom SC Einsiedeln nicht restlos überzeugen.

Ein grosses, international besetztes Teilnehmerfeld mit über 80 jungen Skispringern gab sich am vergangenen Wochenende auf den drei Schanzen HS28, HS50 und HS 77 ein Stelldichein. Die Einsiedler Rabenspringer hatten sich auf ihren Heimschanzen ein „Schlussfeuerwerk“ erhofft. Leider gelang dies nicht nach Wunsch und Podestplätze waren für einmal Mangelware.

Am erfolgreichsten sprangen die ältesten Skispringer des SCE. Tobias Birchler und der unverwüstliche Bruno Reuteler sicherten sich am Samstag in ihren Kategorien Junioren/Herren bzw. Oldies den Tagessieg. Tobias Birchler feierte damit auch zum dritten Mal den Titel des ZSV-Meisters und darf den Wanderpreis, eine grosse Glocke, somit behalten. Auf der 50er-Schanze in der Kategorie U16 verpassten Alena Czekala als sechste bei den Mädchen und ihr Bruder Mathis mit demselben Rang bei den Jungs das Podest am knappsten. Auf den eher enttäuschenden Rängen 15 – 18 reihten sich Mauro Imhof, Luca Rickenbach, Nicolas Planinz und Alex Ruoss ein. Auf der zweitgrössten Einsiedler Schanze, welche nach Simon Ammann benannt ist, sprang Noah Camenzind in der Kategorie U16 auf den undankbaren vierten Rang. Gabriel Gyr (10.), Remo Imhof (11.), Fabio Moser (14.) und Patrice Ochsner (19.) konnten leider nicht mit den allerbesten Springern mithalten und mussten sich geschlagen geben. Auch die jüngsten Rabenspringer flogen auf der kleinsten Schanze am Samstag an den Podestplätzen vorbei. Juri Kesseli kam auf Rang 6 und Maurin Schneider auf Rang 13.

Diese beiden Athleten rehabilitierten sich dafür umso eindrücklicher in der Nordischen Kombination. Dank einer tollen Leistung im Crosslauf trug Juri Kesseli hier sogar den Sieg davon und Maurin Schneider konnte sich mit einem ebenso fulminanten Lauf vom 13. auf den vierten Platz verbessern – das Podest verpasste er dabei um lediglich vier Sekunden! Mit der zweitbesten Laufzeit schaffte auch Patrice Ochsner einen gewaltigen Sprung von Rang 19 nach dem Springen auf den starken fünften Platz in der Kombinationswertung. Die übrigen SCE-Athleten fanden sich in dieser Wertung in der hinteren Hälfte der Rangliste wieder. 

Am Sonntag schaffte es mit Juri Kesseli in der Kategorie U13 dann doch noch einer der jungen Nachwuchsspringer auf das Podest. Mit zwei tollen Sprüngen von der HS28-Schanze sicherte er sich den guten dritten Platz. Maurin Schneider wurde wie am Vortag dreizehnter. In der Kategorie U16 auf der zweitkleinsten Schanze sprang Mathis Czekala auf Rang vier und verpasste dabei das Podest nur um 2.5 Punkte. Mauro Imhof, Luca Rickenbach und Alex Ruoss konnten ihre Leistungen vom Samstag zwar wiederholen, diese reichten aber auch am zweiten Wettkampftag nicht für die vorderen Ränge. Ebenso erging es Alena Czekala, welche bei den Ladies wiederum auf Platz 6 kam. Mit den Rängen 6 von Noah Camenzind, 10 von Remo Imhof, 11 von Gabriel Gyr, 14 von Fabio Moser und 18 von Patrice Ochsner zeigten auch die U16-Springer auf der Simon-Ammann-Schanze ihre Konstanz – ein Exploit indes gelang keinem der Einsiedler Athleten. Wie schon am Samstag machte sich hier die verletzungsbedingte Abwesenheit von Teamleader Pascal Müller klar bemerkbar.

Bei der Kategorie Junioren war am Sonntag gar kein Einsiedler Athlet in der Rangliste zu finden. Dies lag aber daran, dass Aushängeschild Tobias Birchler diesen Wettkampf ausliess und sich dafür zusammen mit Pascal Kälin für einmal als Trainer den jüngsten Nachwuchsspringern widmete. Dieses tolle Engagement der beiden arrivierten Einsiedler Skispringer zu Gunsten der Jüngsten sorgte da und dort für leuchtende Rabenspringeraugen. In welcher Sportart sonst kann man als junger Athlet an einem Tag seine nächsten Vorbilder im Einsatz sehen und wird am nächsten von eben diesen betreut?

Genau dieser freiwillige Einsatz von ganz vielen Helferinnen und Helfern unter der Leitung von OK-Präsidentin Pia Göhring-Bichler sowie das fantastische Herbstwetter liessen dieses Wettkampfwochenende trotz durchzogenen Leistungen der einheimischen Springer zu einem krönenden Sommersaisonabschluss werden. Nun gilt es auf den Schnee zu warten und sich gut für die bevor stehende Wintersaison vorzubereiten, in welcher die Einsiedler Skispringer dann hoffentlich wieder ganz vorne mitmischen können – umso mehr, als dass sich diese mit den guten Leistungen vom Sommer in der Zwischenwertung der Helvetia Nordic Trophy sowohl in der Kategorie U13 wie U16 in einer guter Ausgangslage befinden. 

Legende zu Foto:
Alle Skiclub Einsiedeln Athleten mit Trainern: Manuel Horath, Tobias Birchler, Martin Müller und Pascal Kälin
Skiclub Einsiedeln, 8840 Einsiedeln