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5. Internationales Glocken-Skispringen

30. Mai bis 2. Juni 2013 |

Die jungen Adler trotzten dem Regen

Am vergangenen Wochenende fand auf den Einsiedler Schanzen das 5. Internationale Glockenspringen statt. Dauergast der Veranstaltung war der Regen. Dennoch konnten fast alle Wettkämpfe wie geplant durchgeführt werden. Mit Kilian Peyer gewann ein Schweizer gar den Wettkampf in der Kategorie Junioren.
  
Das Skisprungwochenende startete am Nachmittag von Fronleichnam mit dem Wettkampf auf der kleinen Hillsize 28 Schanze. Auf dieser Anfängerschanze sprangen die jüngsten in einem eigenen Wettkampf. Für die übrigen Wettkämpferinnen und Wettkämpfer bot sich die Gelegenheit auf allen übrigen Schanzen Trainingssprünge zu absolvieren. Diese Chance nutzten viele, welche bereits an Fronleichnam angereist waren. Während dem Wettkampf der Glockenkids hatte Petrus ein einsehen und schloss für diese Zeit die Himmelsschleusen. Dieser kleine aber feine Wettkampf mit 25 Athletinnen und Athleten beweist: In der Schweiz verfügen wir über viele kleine Simon Ammans! Aus Einsiedler Sicht gefällt natürlich der jeweilige 2. Rang von Noah Camenzind und Gabriel Gyr in ihren Kategorien. Ein Grosser Teil der Teams nutzte den Freitag als Reisetag. Wie eingangs schon erwähnt fanden schon am Donnerstag zahlreiche Mannschaften den Weg nach Einsiedeln und nutzten die günstige Gelegenheit in den Hotels Sonne und St.Georg zu übernachten.
 
Sitzung und Wettkampf
 
Der Freitag-Morgen und der erste Teil des Nachmittages nutzten die jungen Skispringerinnen und Skispringer um die verschiedenen Schanzen besser kennen zu lernen. Bei der Mannschaftsführersitzung in der Schanzen- bzw. ROLEDI-Bar begrüsste OK-Präsident Egon Moser die aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angereisten Team-Verantwortlichen. Er erklärte Ihnen, dass die verschiedenen Programmpunkte trotz des anhaltenden Regens aufrechterhalten würden. Einzig das Fussballturnier im Auslauf der Andreas-Küttel-Schanze werde gestrichen. Dies würde zu einem Schlamm- statt Fussball-Turnier ausarten. Der Entscheid, ob auf der grossen Schanze gesprungen werden kann, würde im Laufe des Samstages gefällt. Wettkampfleiter Bruno Reuteler sprach sich dann kurz mit den Trainern ab, aus welchen Startluken losgefahren wird und schon endete diese Sitzung. Die Verantwortlichen durften dann die Startnummern im Wettkampfbüro abholen und ihren Schützlingen im Anschluss verteilen. Bei Regen wurden dann zwei Sprünge auf der drittgrössten und der Simon-Amman-Schanze gemacht. So sportlich beansprucht hatten die Wettkämpfer ihr Nachtessen verdient. Alle genossen den feinen Spaghetti-Plausch der Metzgerei Ruedi Keller aus Gross. Beim Eindunkeln steckte Streckenchef Martin Müller den einen Kilometer langen Rundlauf für den zweiten Teil der nordischen Kombination aus. Die Trainer überliessen den Entscheid der Teilnahme bei diesem garstigen den Sportlerinnen und Sportlern. Und, oh Wunder, alle angemeldeten entschieden sich für eine Teilnahme. Der Lauf führte über zwei, drei oder vier Runden. Jede Runde mass rund einen Kilometer. Die Topografie rund um die Schanze erwies sich wieder als ideal. Auch die angrenzenden Landbesitzer erlaubten wiederum das Queren ihres Besitzes. Da aber auch durch Wiesland gerannt wurde, sahen die Läuferinnen und Läufer im Nachhinein etwas wie im Schlamm gewendete Schweine aus. Dergleichen auch ihre Startnummern, welche die Frau des OK-Präsidenten im Anschluss in einer Nachtschicht wusch, trocknete und sortierte. Am Samstagmorgen erhielten die kleinen und grossen Adler so wieder makellose Nummern für den Wettkampf.
 
Drei Sprünge, keine grosse Schanze
 
Ein eigentliches Mammutprogramm fiel dann an: Drei Sprünge durfte Jede und Jeder machen. Von den fünf gemachten Sprünge zählten deren vier. Ebenfalls zum Wettkampf gehörte eine Teamwertung. Diese aus drei Athleten geformten Teams mussten allerdings bereits bei der Anmeldung bekannt gegeben werden. Am frühen Nachmittag zeichnete sich keinerlei Verbesserung an der Wetterfront ab. So musste das Springen auf der grossen Andreas-Küttel-Schanze leider abgesagt werden. Der Auslauf eignete sich am Samstagnachmittag besser als Wasserski-Areal denn als Auslauf einer Schanze. Durch den Dauerregen gut eingeweicht, genossen die Teilnehmer dann einige Zeit im warmen Hotelzimmer. Kurz vor 18 Uhr startete die vorgezogene Rangverkündigung. Aus Schweizer Sicht gilt der 1. Rang von Kilian Peyer zu erwähnen. In der Kategorie Masters durfte Markus Zürcher vom Einsiedler Skiclub die grösste Glocke mit nach Hause nehmen. Die Damen Kategorie dominierte ebenfalls ein Mitglied des Skiclubs Einsiedeln. Hier sprang Gianina Ernst am weitesten. Bei den Teams gewann Degenfeld bereits zum zweiten Mal die Wanderpreis-Glocke. Dem Regen ebenfalls zum Opfer fiel das Feuerwerk. Nichtsdestotrotz eröffnete OK-Präsident Egon Moser nach seinen Dankworten höchstpersönlich die Springerparty in der Schanzenbar. DJ Thal liess dort seinen Laptop und die CDs rotieren und ermöglichte so einen würdigen Abschluss eines tollen, aber, total verregneten Skisprungwochenendes!
Bericht: René Hensler

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Eine Zusammenfassung der Foto's ist auch unter Video's anzusehen.

Ergebnisse siehe Ranglisten
Skiclub Einsiedeln, 8840 Einsiedeln